Brand in Werkstatt fordert vollen Einsatz - Bericht zur Zugübung des LZ 1 am 15.02.2025
Übung des Löschzuges 1: Brand in Werkstatt fordert vollen Einsatz
Am 15.02.2025 fand eine Alarmübung des Löschzugs 1, welcher aus den Löschgruppen Mechernich und Strempt besteht, statt. Die Übung bot den Einsatzkräften ein anspruchsvolles und realitätsnahes Szenario, denn Übungsannahme war der Brand eines Elektrofahrzeuges in einer Werkstatt mit angrenzendem Reifenlager.
Komplexes Szenario mit vermissten Personen und Gasflaschen
Die Lage vor Ort gestaltete sich äußerst herausfordernd: Drei Personen wurden vermisst! Zudem wurde vermutet, dass sich mehrere Gasflaschen im Brandraum befanden. Diese Annahme erhöhte die Gefahr einer Explosion und erforderte ein besonders umsichtiges Vorgehen der Einsatzkräfte.
Umfangreiche Maßnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung
Unter der Leitung des Zugführers wurden insgesamt vier Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in den Innenangriff geschickt. Parallel dazu wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen vorbereitet, um den giftigen Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen.
Herausforderungen
Elektrofahrzeuge: Brände von Elektrofahrzeugen sind besonders gefährlich, da die Batterien auch nach dem Löschen immer wieder in Brand geraten können.
Gasflaschen: Gasflaschen in einem Brandraum stellen eine erhebliche Explosionsgefahr dar.
Rauch: Dichter Rauch erschwert die Sicht und erhöht die Gefahr von Rauchvergiftungen.
Patientensammelstelle und Kühlung der Gasflaschen
Alle Vermissten konnten gerettet werden - um diese adäquat versorgen zu können, wurde bereits im Vorfeld eine Patientensammelstelle eingerichtet. Die im Brandraum vermuteten Gasflaschen konnten geborgen und dadurch gezielt gekühlt werden, um eine Explosion zu verhindern.
Mayday-Lage und erfolgreiche Rettung
Im weiteren Verlauf der Übung kam es noch zu einer simulierten Mayday-Lage, bei der ein Trupp unter Atemschutz im Innenangriff verunglückte. Dank des schnellen Eingreifens des Sicherheitstrupps konnte der verunfallte Trupp jedoch zügig gerettet werden.
Fazit
Noch vor Ort erfolgte eine Nachbesprechung durch Übungsbeobachter, welche das Szenario auch vorbereitet hatten. Hier lag ein Fokus auf der Erkundung und Führung; ein weiterer Fokus auf dem Vorgehen im Gefahrenbereich unter Atemschutz.
Die Übung zeigte, wie wichtig regelmäßige Einsatzübungen sind, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können. Die Übungsteilnehmenden des Löschzugs haben die anspruchsvollen Aufgaben mit Bravour gemeistert und wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Besonderheiten bei Bränden von Elektrofahrzeugen
Die Batterien von Elektrofahrzeugen können auch nach dem Löschen immer wieder in Brand geraten.
Es ist wichtig, die Batterien ausreichend zu kühlen, um eine erneute Entzündung zu verhindern.
Bei Bränden von Elektrofahrzeugen können giftige Gase freigesetzt werden.
Vorsichtsmaßnahmen mit Gasflaschen
Gasflaschen sollten niemals in der Nähe von Wärmequellen gelagert werden.
Bei einem Brand mit Gasflaschen ist es wichtig, diese zu kühlen, um eine Explosion zu verhindern.
Wenn Gas austritt, sollte der Bereich sofort geräumt werden.
Bericht und Bilder: Heiko Flimm, Zugführer Löschzug 1
Fotoserien
Zugübung des LZ 1 am 15.02.2025 (DI, 08. April 2025)
Bilder zur Zugübung des LZ 1 am 15.02.2025.









